rsnapshot auf sblan2, die per nfs gemountet ist, scheitert

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soulsurfer42
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rsnapshot auf sblan2, die per nfs gemountet ist, scheitert

Postby soulsurfer42 » Wed Oct 15, 2008 21:05

Hallo Forum,

zunächst einmal ein großes "Daumen hoch" für alle, die an der grandiosen NextFW mitgearbeitet haben. Das Ding macht jetzt Sachen, die man so einem Backstein gar nicht zugetraut hätte.

Allerdings tut es genau das eine nicht, was der Hauptgrund des Kaufs war, obwohl auf dem Papier eigentlich alles stimmt. Kurz: ich möchte ein regelmäßiges Backup des Datenverzeichnisses unseres Linux-Servers (Ubuntu 8.04 Server LTS) mit rsnapshot auf der sblan2 erzeugen. Das geht nicht.

Im Einzelnen:

rsnapshot ist, wie viele wissen werden, ein Linux-Tool, dass unter Verwendung rsync Daten synchronisiert und durch die Verwendung von hardlinks in der Lage ist, inkrementelle Backups zu fertigen. Um rsnapshot nutzen zu können, habe ich der sblan2 mit Hilfe der NextFW beigebracht, ihr Innerstes per NFS zur Verfügung zu stellen. Ein so freigegebenes Verzeichnis habe ich per "mount -t nfs 192.168.0.5:/mnt/Share/Backup /media/Backup" auf unserem Server eingebunden und dieses Verzeichnis zum Zielort des rsnapshot-Backups gemacht.

rsnapshot läuft auch durch - die Freude beim ersten Mal war groß -, aber beim zweiten Durchlauf musste ich feststellen, dass die Daten nicht inkrementell gesichert, sondern schlicht ein weiteres Mal synchronisiert wurden. Da auch 500 GB eines Tages voll sind, steht das der Nutzung im Wege. Grund dafür dürfte gewesen sein, dass die Optionen des cp-Befehls - "-al" - nicht berücksichtigt wurden. Jedenfalls führte der Versuch, mit dem genannten Befehl eine Datei auf dem NFS-Share zu verlinken, dazu, dass die Datei kopiert, nicht verlinkt wurde.

Per SSH auf der sblan2 eingeloggt, musste ich feststellen, dass auch der dortige Aufruf des "cp -al" - Befehl zu einer Fehlermeldung führte. Die Kiste behauptete, es handele sich um eine "illegal option". Ein recht harter Vorwurf, wie ich finde. Ein Grund dafür ist nicht ersichtlich, ein Blick in die fstab zeigt, dass die Platte mit ext3 formatiert ist und daher grundsätzlich hardlinks unterstützt.

Nachdem mit dieser Funktion für mich so einiges steht und fällt - wir haben bislang nur ein "händisches" Backup und das ist ausgesprochen gefährlich - bin ich für jede Anregung, wie ich für Besserung sorgen kann, dankbar.

Gruß,

Christian

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Brevheart
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Re: rsnapshot auf sblan2, die per nfs gemountet ist, scheitert

Postby Brevheart » Thu Oct 16, 2008 8:52

Der cp Befehl aus der standard busybox kennt die Option -l leider nicht! Aber du kannst ja unsere andere busybox nutzen ( busybox cp ), die kennt die Option cp -al !
Also am besten cp aus /bin löschen lassen beim starten und neuen cp verlinken mit dem Befehl
ln -s /mnt/.zap/usr/bin/busybox-1.10 /mnt/.zap/usr/bin/cp

Vorraussetzung ist natürlich das du Next installiert hast!

Gruß Brevheart

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lochness
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Re: rsnapshot auf sblan2, die per nfs gemountet ist, scheitert

Postby lochness » Sat Oct 18, 2008 22:15

Brevheart wrote:Vorraussetzung ist natürlich das du Next installiert hast!
Na, wenn er es so lobt, wird er es wohl kennen :wink: :lol: ...

Noch mal eine Bemerkung zu dem Linken von "cp", was Brevheart vorgeschlagen hat. Auch wenn Du es schon wissen solltest, ist bestimmt auch noch für andere interessant. Ist jetzt eine Beschreibung für Leute mit Linux-Kenntnissen.
NExt ist ja so aufgebaut, dass man selbst Startscripts einbinden kann. Dazu unter /mnt/.zap/etc/rc.d eine Datei <meinname>.sh anlegen, beispielsweise mit den Rechten rwxr-xr-x (755). Dort reinschreiben was man beim Start tun möchte.
Beispiel:

Code: Select all

rm /bin/cp
ln -s /mnt/.zap/usr/bin/busybox-1.10 /bin/cp

Dann einen symbolischen Link erstellen:

Code: Select all

cd /mnt/.zap/etc/rc2.d
ln -s ../rc.d/<meinname>.sh ./S<meinenummer><meinname>.sh

Für <meinenummer> setzt Du eine Nummer über 90 ein, das ist die Startreihenfolge, im Vergleich zu den anderen Scripts. Eine möglichst hohe Nummer ist wichtig, damit Du nicht anderen Startscripts das cp unterm hintern wegziehst, falls da was im Hintergrund noch nicht fertig sein sollte.
Ein Stopscript brauchst Du nicht.
Dann wird immer automatisch beim Systemstart das bessere "cp" Kommando verlinkt.

Das Löschen von "/bin/cp", wie von Brevheart vorgeschlagen, darfst Du aber nur dann machen, wenn Du die busybox auch nach "/bin/cp" verlinkst, wie in meinem Beispiel. Auf keinen Fall löschen und nach /mnt/.zap/usr/bin linken! Denn sonst klaust Du ja allen Systemprogrammen das echte "cp"! Ich weiss nicht, ob das Seiteneffekte haben wird, es könnte aber sein, denn /mnt/.zap/usr/bin in der PATH Variablen haben nur eingeloggte User wie amsadmin, aber beispielsweise nicht die Console.


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